Archiv für den Monat Juli 2009

And the winner is…

winner

… das Quengelexemplar. Ich freue mich sehr! Andererseits wäre es doch ein bisschen merkwürdig, jetzt eine Laudatio auf mich selber zu schreiben. Also will ich doch lieber euch loben, liebe Leser, die ihr so zahlreich abgestimmt habt! Ich bin völlig überwältigt über die vielen positiven Reaktionen auf meine kleine Aktion. Außerdem gilt mein Dank Elbpoet, mit dem ich unbedingt bald ein Bier trinken gehen muss.

Leider gab es, gelinde gesagt, kleinere Probleme bei der Abstimmung, weswegen der Voting-Vorgang mehrmals während der 24 Stunden modifiziert werden musste. Sehr ärgerlich! Nicht nur hier wird sich fürs nächste Mal einiges ändern müssen. Seid gespannt: große Neuerungen zeichnen sich ab!

Schaltet also auch beim nächste Mal wieder ein, wenn es heißt:

Die große Quengelexemplar-Poetry-Challenge!

Die große Quengelexemplar-Poetry-Challenge, Folge 5: Das zweite Duell

Nachdem ich das letzte Mal nur sehr knapp gegen meine Herzallerliebste gewonnen habe, setze ich nun ein zweites Mal meinen Ruf als Dichter aufs Spiel. Diesmal ist der von mir sehr geschätzte Elbpoet mein Gegner. Hier ist zunächst einmal die Vorgeschichte:

Und hier sind die Ergebnisse:

Elbpoet

Marry Poppins

Worte sind leicht gewählt,
doch ich wage mal zu sagen,
das Sie oft und gern nichts zu sagen haben.
So wie dieses Gedicht, dieser Text,
vielleicht oder gerade deswegen
entspricht er nicht der Norm,
denn wenn es Eine gäbe,
nähm ich eine Säge und sägte Sie entzwei,
damit ich hätte Dreierlei,
ich Weichei.
Ich, ich, ich.
Fang mich, ein oder auch nicht,
ruft Sie und versteckt sich hinter dem Gestrüpp.
Ich bin nicht verrückt doch auf Grund der Säge
immer noch Dreierlei,
doch das ist ihr Einerlei,
denn ich bin ja hier
und Sie ist dort,
versteckt sich und ihre Zahnlücke,
und hofft ich finde Sie nicht.
Genregegulierung, nennt das der Mann im Spiegel,
auf dem Bild auf dem Klo.
Und sowieso läuft hier was falsch,
denke ich,
aber das ist falsch,
denkt Sie.
Und so kommt es, das ich nicht so gut drauf bin wie Sie.
Sie, die die Klobürste kaufte
um jetzt damit Jagd auf mich zu machen.
Kleine Menschen kämpfen dreckig,
denke ich,
aber das ist falsch,
denkt Sie,
und kämpfen ist ja sowieso doof,
denken wir und verfallen uns und fallen uns in die Arme.
Marry Poppins kommt vorbei und zeigt uns ihren neuen Kinderwagen,
SUPERCALIFRAGELISTISCHEXPIALIGETISCH,
denken wir,
aber das ist falsch,
denkt Sie und fliegt wieder davon.
Ihren Regenschirm hat Sie vergessen.
Dafür haben wir jetzt Einen und müssen uns keine Sorgen mehr machen,
denken wir,
aber das ist falsch,
denn in dieser Situation denkt man nicht,
man fühlt oder auch nicht,
aber dann ist man tot und kann sich den ganzen Scheiß sparen,
ruft Sie.
Sie hat richtig zugehört,
denke ich,
aber das ist falsch,
denn niemand hat ihr gesagt das Sie zwischen den Zeilen lesen soll.
Und am Ende ist es so wie immer.
Ich wache auf und sie liegt neben mir.

(Link zum Originaltext)

Quengelexemplar

TRAUERLEIER

Was soll’s noch ergeben,
dieses Dasein, das mich so schlaucht?
Ich tauche nur ins Leben
wie die Klobürste ins Klo taucht.

Weinend, zitternd schleicht sich
meine Seele durch Gestrüppe.
Quält sich und zerreißt sich,
wird ein seelisches Gerippe.

Traurigkeit ergreift mich
und mein Lächeln bleibt Verzierung.
Glück – mir unbegreiflich
wie die „Genreregulierung„.

Kann’s trotzdem nicht lassen
durch die Straßen mich zu schleifen,
auch in dunklen Gassen
durch die Zahnlücke zu pfeifen:

Supercalifragi-
listischexpialigorisch
.
Wer stets singt, der klagt nie,
lebt er noch so provisorisch.“

So, jetzt seid ihr an der Reihe. Stimmt bitte möglichst zahlreich über das Gedicht ab, das euch besser gefällt. Die Abstimmung läuft 24 Stunden lang. Morgen abend wird dann der Sieger gekürt. Ich bin sehr, sehr gespannt!

Die Abstimmung ist beendet!

…and the winner is:

das Quengelexemplar…!

Aber es war denkbar knapp:

Ergebnis

Mein Dank geht an alle, die sich an der Abstimmung beteiligt haben. Ich fand es außerordentlich spannend zu beobachten, wie mal das eine und mal das andere Gedicht in Führung lag. Hätten wir noch eine Stunde länger gewartet – vielleicht wäre das Duell ganz anders ausgegangen. Aber so ist es, wie es ist: ich habe gerade so eben gewonnen.

Diesmal. Denn schon beim nächsten Duell könnte ich derjenige sein, den sein Gegner lyrisch zu Boden zwingt. Und bevor mir noch die schlechten Metaphern ausgehen, schließe ich mit den Worten:  schalten sie auch beim nächsten Mal wieder ein, wenn es heißt: DIE GROSSE QUENGELEXEMPLAR-POETRY-CHALLENGE!

P.S. Ach ja, noch etwas: wenn du, ja DU, den dringenden Wunsch verspürst, gegen mich anzutreten, dann melde dich doch bei mir! Oder traust du dich nicht?!

Die große Quengelexemplar-Poetry-Challenge, Folge 4: Das Duell

Was bisher geschah:

Und hier sind die Ergebnisse. Wer von uns welches Gedicht verfasst hat, soll hier erst einmal im Dunkeln bleiben… 😉

ZUM GLÜCK

Klar ist mein Leben ein Segen.
Mein Glück ist schon sehr opulent.
Hip Hip Hurra! Es gibt Regen,
gerad‘ wo mein Haus niederbrennt.

Ja, ich bin froh, alles klappt doch
ganz ohne Ach, ohne Weh.
Kein Geld für Brot, doch ich hab‘ noch
Sekt und Zitronensorbet.

Doch, in der Liebe läuft’s klasse,
auch, wenn’s mir nicht so behagt,
brüllt sie, wie sehr sie mich hasse,
und zu mir „Grottenolm“ sagt.

Denn geh‘ ich auch auf wie ein Weinfass
und wenn auch mein Haar nicht mehr keimt,
dann geht’s mir gut, fällt mir nur ein, dass
sich „Arschtritt“ auf „Kurzhaarschnitt“ reimt.

SALON 2.0

Ach, Detlef, heut bitte nur die Spitzen
und grad die Strähnen etwas tönen,
denn nachher werd ich wieder sitzen,
mit „Käpt’n 78“ klönen.

Detlef, Mensch, ich kann dir sagen,
ich habe in den letzten Tagen
– ungelogen!-
rund 20 Nieten mir gezogen.
Die Singlebörsen-Lotterie
war mir nicht wirklich gut gewogen.
Ein letztes Mal werd ich’s heut wagen.
Wie war das, „sage niemals nie“?

Gell, nicht jeder wird, wie zuletzt „Jochen“
mit Sekt, – schön süß und nicht zu trocken –
mich nur in seine Bude locken
und dort fix vernaschen wollen?

Nein, Detlef, ich will nicht mehr grollen,
ist’s wieder´n Grottenolm wie „B07“
jag ich ihn gleich in seinen Stollen,
da kann der sich dann selber lieben.
Die Nerds und Freaks, sie soll’n sich trollen!

Und denke ich an „Buddha-Paule“,
hach, so sexy auf dem Avatar!
Lud mich galant zum Sternemahl,
und auch noch religiös, na klar!
Pffh…das Einz’ge, was da „Buddha“ war,
war seine opulente Plauze!

Doch ich saß nicht lang zu Hause,
mit „TraumprinzHH“ war es nett!
Ich weiß, der Name zeugt nicht grad von Stil,
Essen und Gespräch machten´s wett.

Ich wünschte nur er hätte’s belassen
bei seinem Zitronensorbet,
doch nein, er musste’s vermasseln,
zeigte mir nicht nur Pool und Terasse,
sondern gleich sein Lieblingskleid – von Chlöé.

Ach, Detlef, soll ich wirklich ins Café?
Und wieder ’nen neuen Idioten hassen?
Nein, ich glaube ich muss mein Leben resetten –
kannst du mich retten
mir sofort ’nen Kurzhaarschnitt verpassen?

Jetzt seid ihr an der Reihe! Stimmt möglichst zahlreich darüber ab, welcher der Texte euch besser gefallen hat. Es geht um nichts Geringeres, als Ruhm und Ehre!

—> Die Abstimmung ist beendet. Das Ergebnis wird in Kürze mitgeteilt.

Die große Quengelexemplar-Poetry-Challenge, Folge 3

Puh, das war eine äußerst schwere Geburt diesmal. Die drückende Hitze, die fiesen Wörter… Aber naja, hier könnt ihr jedenfalls lesen, was bisher geschah:

Und hier ist nun das Ergebnis. Da ich es mir hart erkämpfen musst, bin ich umso gespannter auf eure Meinungen.

HAMBURG, 32 °C

Schwer verschwitzt durch meinen Schädel schwanken
sommerschwüle Sonnenstichgedanken,
die ich in der heißen Stirn dann schare.
Alle sind sie Quengelexemplare.

Liebste, und da hilft auch kein Verhandeln –
sinnlos, mit mir heute anzubandeln.
Schreib ’ne Liste, mal‘ Organigramme –
hier ist nur die Sonne Feuer, Flamme.

Bläst dir auch der Dampf aus deinen Nüstern –
ich lass‘ heut‘ nur Chipstüten noch knistern.
Reichen Peperonichips als Schärfe,
die ich mir in meinen Rachen werfe.

Höchstens kann die Qual mich noch erweichen
loszugeh’n, mit Strick, hin zu den Eichen.
Doch wozu mich dahin noch bemühen?
Gleich werd‘ ich ja sowieso verglühen.